WSI-Lohnspiegel
Das Bruttomonatseinkommen von Ingenieuren und Ingenieurinnen beträgt ohne Sonderzahlungen auf Basis einer 40-Stunden-Woche durchschnittlich 4.380 Euro Am besten verdienen Elektronik- und Fernmeldeingenieur/innen mit durchschnittlich 4.836 Euro, gefolgt von Chemieingenieuren (4.668 Euro) und Elektroingenieuren (4.660 Euro). Vergleicht man anstelle der Mittelwerte die Medianwerte, haben zwar auch die Elektronik- und Fernmeldeingenieur/innen die Nase vorn (4.604 Euro), an zweiter Stelle folgen dann aber die Maschinenbauingenieure (4.454). Das ergab eine berufsbezogene Einkommensanalyse des WSI-Lohnspiegels (Dezember 2010).
Gehaltsverhandlung
Ratgeberliteratur und Seminarangebote zum Thema Gehaltsverhandlung gibt es wie Sand am Meer. Aber was ist wirklich dran an ihren Empfehlungen? Sind sie ausreichend empirisch belegt?
Außertariflicher Vertrag
Darauf gibt es keine allgemeingültige Antwort. Denn je nach Branche und Tarifgebiet gibt es zum Teil sehr unterschiedliche Definitionen für AT- Beschäftigte.
ITK-Entgeltanalyse 2011
Gibt es einen akuten Fachkräftemangel in der ITK-Branche? Ein guter Indikator dafür ist die Entwicklung der Gehälter. Ein zu knappes Angebot an IT-Spezialisten würde sich in (deutlich) gestiegenen Preisen für ihre Arbeit niederschlagen. Tatsächlich sind die Entgelte in der ITK Branche aber nur moderat gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Analyse „Entgelt in der ITK-Branche 2011“, die pünktlich zur CeBIT erschienen ist.
IG Metall-Tarife für Ingenieure
In Unternehmen, die nach Tarif bezahlen, verdienen Ingenieurinnen und Ingenieure fast 21 Prozent mehr Geld als in nicht tarifgebundenen Betrieben. Das ergab eine Auswertung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans Böckler Stiftung im Rahmen des internationalen Forschungsprojekts "Lohnspiegel". Neben Geschlecht, geografischer Lage (Ost/West) und Unternehmensgröße ist die Tarifbindung einer der wichtigsten Faktoren für die Höhe Ihres Einkommens.
Absolventengehaelter
Ingenieure, Naturwissenschaftler und Informatiker mit Universitätsabschluss erzielten 2009 und 2010 die höchsten Einstiegsgehälter - verglichen mit anderen Berufsanfängern.
Das ergab die jährliche Umfrage der IG Metall zu Einstiegsgehältern von Absolventen. Die Daten beziehen sich auf 1.455 Einstellungen in 81 Unternehmen, die meisten davon tarifgebunden.
Ausbildung und Beruf
Die IG Metall hat ein Positionspapier herausgegeben, das sich kritisch mit der Initiative des VDI befasst, eine "Engineering Card", eine Art Berufsausweis für Ingenieure, einzuführen.
IG Metall

„Die Stärke der deutschen Industrie liegt zweifellos in
hochqualifizierter Forschung und Entwicklung und deren Umsetzung in
qualifizierter Facharbeit. Darum beneiden uns im Übrigen ausländische
Beobachter. Der Schlüssel für diese technologischen Stärken sind gut
ausgebildete Ingenieurinnen und Ingenieure und hochqualifizierten
Facharbeiterinnen und Facharbeiter“, sagte Berthold Huber, der Erste
Vorsitzende der IG Metall, am 23. Juni 2009 auf der Engineering-Tagung von
Hans-Böckler-Stiftung und IG Metall bei Airbus in Hamburg.
Tarifverhandlungen
Die IG Metall NRW hat am 19. Mai 2010 einen neuen Entgelttarifvertrag mit Ferchau Engineering abgeschlossen und damit eine deutliche Verbesserung der Einkommen der Beschäftigten erreicht.
Tarifrunde Metall- und Elektroindustrie
Die Tarifparteien der Metall- und Elektroindustrie in Nordrhein-Westfalen haben am 18. Februar 2010 einen neuen Tarifvertrag "Zukunft in Arbeit" vereinbart. Die Einigung mit Pilotcharakter für die anderen Tarifbezirke verbessert den Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen und die Übernahme der Ausgebildeten. Darüber hinaus wurde eine Einigung zur Entgelterhöhung erzielt.