IT und Engineering-Tagung 2011

Am 20. und 21. September 2011 fand im ThyssenKrupp Quartier unter dem Motto "Global Engineering - Solidarität statt Konkurrenz" in Essen die dritte Engineering- und IT-Tagung von Hans-Böckler-Stiftung und IG Metall statt. 300 Ingenieure und technische Expert/innen, darunter viele Betriebsräte, diskutierten die Globale Arbeitsbeziehungen in Forschung und Entwicklung, IT - Trends, Chancen und Probleme sowie Mitbestimmungsmöglichkeiten und fortschrittliche Gestaltungsansätze.
Seminarangebot
IG Metall-Seminare
Da ist für jede und jeden was dabei: 2011 gibt es wieder ein vielfältiges Bildungsangebot für Ingenieur/innen und Ingenieure, Technische Expert/innen, IT-Beschäftigte, Kaufmännische Angestellte sowie Studierende der Ingenieurwissenschaften.
WSI-Lohnspiegel
Das Bruttomonatseinkommen von Ingenieuren und Ingenieurinnen beträgt ohne Sonderzahlungen auf Basis einer 40-Stunden-Woche durchschnittlich 4.380 Euro Am besten verdienen Elektronik- und Fernmeldeingenieur/innen mit durchschnittlich 4.836 Euro, gefolgt von Chemieingenieuren (4.668 Euro) und Elektroingenieuren (4.660 Euro). Vergleicht man anstelle der Mittelwerte die Medianwerte, haben zwar auch die Elektronik- und Fernmeldeingenieur/innen die Nase vorn (4.604 Euro), an zweiter Stelle folgen dann aber die Maschinenbauingenieure (4.454). Das ergab eine berufsbezogene Einkommensanalyse des WSI-Lohnspiegels (Dezember 2010).
DGB-Index Gute Arbeit
Ingenieur/innen und technische Expert/innen beurteilen ihre Arbeitsbedingungen erheblich besser als andere Beschäftigte. Mit 62 Punkten liegt ihr Index vier Punkte über dem gesamtdeutschen Wert (58). Dennoch besteht großer Verbesserungsbedarf, denn der Wert vom 62 Punkten besagt, dass die Arbeitsbedingungen nur vereinzelt als belastend, aber als relativ entwicklungsarm beschrieben werden. Das ist das Ergebnis einer Sonderauswertung des DGB-Index Gute Arbeit (2007-2009), die die IG Metall zusammen mit der IG BCE in Auftrag gegeben hat.
Atomkraft
Die IG Metall setzt auf eine Energieversorgung ohne Atomkraft. Anlässlich der Katastrophe in Fukushima fordert die Bundesregierung in einer aktuellen Stellungnahme dazu auf, die im vergangenen Jahr beschlossene Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken zurückzunehmen und den Atomkonsens, den die damalige rot-grüne Bundesregierung mit den Energiekonzernen im Jahr 2000 vereinbart hatte, wieder zur Grundlage für einen geplanten Ausstieg aus der Atomenergie (bis 2020) zu machen. Außerdem fordert sie das sofortige Abschalten der ältesten Atomkraftwerke (u.a. Neckarwestheim 1 und Biblis A und B) sowie unmittelbar einen einen Energiemix ohne Atomkraft anzustreben; Atomenergie werde als mittelfristige Brückentechnologie nicht benötigt.
ITK-Entgeltanalyse 2011
Gibt es einen akuten Fachkräftemangel in der ITK-Branche? Ein guter Indikator dafür ist die Entwicklung der Gehälter. Ein zu knappes Angebot an IT-Spezialisten würde sich in (deutlich) gestiegenen Preisen für ihre Arbeit niederschlagen. Tatsächlich sind die Entgelte in der ITK Branche aber nur moderat gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Analyse „Entgelt in der ITK-Branche 2011“, die pünktlich zur CeBIT erschienen ist.
Die Schnittstelle
Information der IG Metall für Studium und Beruf
Ausgabe 10 / Sommersemester 2011
Inhalt: Elektromobilität
IG Metall-Tarife für Ingenieure
In Unternehmen, die nach Tarif bezahlen, verdienen Ingenieurinnen und Ingenieure fast 21 Prozent mehr Geld als in nicht tarifgebundenen Betrieben. Das ergab eine Auswertung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans Böckler Stiftung im Rahmen des internationalen Forschungsprojekts "Lohnspiegel". Neben Geschlecht, geografischer Lage (Ost/West) und Unternehmensgröße ist die Tarifbindung einer der wichtigsten Faktoren für die Höhe Ihres Einkommens.
Absolventengehaelter
Ingenieure, Naturwissenschaftler und Informatiker mit Universitätsabschluss erzielten 2009 und 2010 die höchsten Einstiegsgehälter - verglichen mit anderen Berufsanfängern.
Das ergab die jährliche Umfrage der IG Metall zu Einstiegsgehältern von Absolventen. Die Daten beziehen sich auf 1.455 Einstellungen in 81 Unternehmen, die meisten davon tarifgebunden.